Ida Maria Paul – Für immer und immer und immer

Unerschrocken stolpert Clownfrau Aphrodite um die Widrigkeiten des Alltags herum. Doch was geschieht, wenn sie plötzlich dem Tod ins Auge blicken muss?  In ihrem Solostück zeigt die Clownin uns viele Facetten des Trauerns
– ganz vernünftig reißt sie sich zusammen
– ganz unvernünftig denkt sie an nichts anderes
– sie versucht zu verstehen, was geschehen ist und was Totsein bedeuten könnte
– sie ist voller Wut über das Alleingelassensein
– sie sehnt sich nach der verlorenen Geborgenheit
– und erkennt sich selbst nicht wieder
Irgendwann gellt ihr lauter Hilfeschrei über die Bühne. Hilfe? Ihre Freunde wissen langsam nicht mehr weiter, und sowieso will Aphrodite ihnen nicht immer und immer wieder dasselbe erzählen. Die Bauchrednerpuppe Pfefferminza kommt ins Spiel, als Aphrodite sich traut, eine Trauerbegleiterin zu treffen. Die „professionelle Hilfe“, der sie erst misstrauisch gegenübersteht, hilft ihr, ein neues Gleichgewicht zu finden. Die Erinnerungen bekommen langsam eine andere Farbe, „für immer und immer und immer“ gilt gar nicht mehr nur für den Schmerz! Mit gestärktem Vertrauen in die Welt (und sich selbst!) stolpert Aphrodite weiter durch ihr Leben – das unserem gar nicht so unähnlich ist.

Anrührend, traurig und komisch zugleich ist dieses erste Stück der Clownin Aphrodite. Das clowneske Spiel erlaubt einen liebevoll selbstironischen Blick auf das Durcheinander der Gefühle und Reaktionen im Trauerfall.