Fee Badenius – Solo

Nach 10 Jahren auf der Bühne mit Liedern und Texten ist es Zeit, Bilanz zu ziehen. Fee Badenius´ erster Solo-Abend ist aber kein Best-Of, keine bloße Aneinanderreihung von bekannten Liedern, vielmehr ist es ein musikalisches Poesiealbum.

Bekannte Nummern stehen hier gleichwertig neben selten gespielten Raritäten, die nicht auf CD aufgenommen oder nur selten live gespielt wurden. Dazu erzählt Fee Badenius in ihrer unnachahmlich sympathischen Art Geschichten über die Lieder hinaus, Erlebnisse vom Tour-Alltag durch ein skurriles Deutschland, vom Leben im Ruhrgebiet und von der Entstehung ihrer Musik. Ein Abend, der lustig und poetisch, musikalisch und sprachverliebt zugleich in die Gedankenwelt der Liedermacherin Fee Badenius einführt und an dem selbst langjährige Fans noch Neues entdecken können.

Michael Fitz – Da Mo muss leider verlegt werden

Da Mo
Der Mann
..eigentlich kein so kompliziertes Thema, möchte man zumindest meinen. Männer,
glaubt man im Allgemeinen, sind recht einfach gestrickt, klar und zielgerichtet orientiert
und daher problemlos zufrieden zu stellen.
Was Michael Fitz – eben auch ein Solcher – alles in Wort und Musik zu diesem Thema
einfällt, lässt auf einen selbstkritischen , wachsamen und vor allem unbestechlichen
Geist schließen.
Den braucht es dringend! Denn der Mann ist noch nicht wirklich da angekommen , wo er
sich selbst gerne verortet, nämlich im aktuellen Jetzt und Hier ..Da sind ihm immer noch
jede Menge tradierte Rollenbilder, lieb gewonnene aber ziemlich abgehangene
ideologische Konzepte und längst ausgediente Vorstellungen vom menschlichen,
( pardon!) männlichen Leben im Weg.
Nein, „Er“, der Mann, ist beileibe nicht auf der Strecke geblieben aber eben auch noch
nicht wirklich angekommen, eher noch unterwegs, Richtung Ein – und ungeschönter,
realistischer Selbstsicht oder zumindest Akzeptanz.
Leider wird mit zunehmender Selbstwahrnehmung dann oft aus Reue Selbstmitleid und
daraus früher oder später Zynismus, den es gilt dann wieder mühevoll und mit
engelhafter Geduld und ebensolchem Gleichmut aufzuweichen, die dahinter sorgsam
versteckten Gefühle anzunehmen und ganz zu verinnerlichen. Denn er hat noch viel vor
sich, der Mann. Er muss sich endlich wirklich emanzipieren und sich in seiner neuen
Rolle erkennen und erfinden, um sich in einer ständig verändernden Welt immer wieder
neu zu positionieren.
Ob „Er“ , der Künstler das mit seinem neuen, abendfüllenden Soloprogramm in Sprache
und Tönen „Da Mo (Der Mann) zu Stande bringt oder nicht , darüber kann man nur
spekulieren.. aber vielleicht weiß ja dann zumindest das Publikum, männlich wie
weiblich, wo es ab sofort lang gehen könnte . Auf jeden Fall ein Abend mit Nachwirkung
und Nachhaltigkeits-Garantie..von und mit Michael Fitz.

Matz Scheid – Bärtiger Barde singt witzig-wohlige Weisen

Seit mehr als drei Jahrzehnten ist Matz Scheid fester Bestandteil der Kulturszene rund um den Odenwald, die Pfalz und Hessen.

In eine Schublade ließ sich der bärtige Barde nie stecken. Der legendäre Odenwälder Shanty Chor, den er 1989 gründete und seitdem leitet, die skurrilen Wolpertinger, Rockfour, Dorfmugge, Die Cartwrights – um nur einige seiner musikalischen Projekte zu nennen – belegen sein vielfältiges musikalisches Schaffen. Und auch bei seinen Solo-Auftritten geht es querfeldein durch die Musiklandschaft. (Kur)Pfälzer Mundart, Bayrische Gstanzln, schwarzhumorige Wiener Lieder kommen dabei ebenso zu Gehör wie internationale Folksongs, Shanties oder auch der eine oder andere geschmackvoll arrangierte Rock- oder Pop-Song. Seine Stimme und die Gitarre sind dabei alles, was er benötigt, um immer wieder eine entspannte, fast schon familiäre Konzertatmosphäre entstehen zu lassen. Humorvolle, im Plauderton vorgetragene Zwischenmoderationen sind ein weiteres Markenzeichen des Bergsträßer Musikanten, der es versteht, sein Publikum auf lockere Art und Weise in seine Performance mit einzubeziehen.